Eine feste Umsatzgrenze für den Wechsel gibt es nicht, wohl aber ein klares Zusammenspiel von Faktoren.
Der Wechsel vom Einzelunternehmen zur GmbH ändert Haftung, steuerliche Behandlung der Gewinne und formale Anforderungen an Buchhaltung und Bilanzierung, eine pauschale Umsatz- oder Gewinngrenze für den „richtigen“ Zeitpunkt gibt es dabei nicht.
Mittlerweile laufen mehrere Kolonnen gleichzeitig auf verschiedenen Baustellen, der Gewinn bleibt größtenteils im Betrieb, und trotzdem haftet der Inhaber als Einzelunternehmer weiterhin mit seinem kompletten Privatvermögen, für den Fehler eines Mitarbeiters genauso wie für die eigene Fehleinschätzung. Die Rechtsformfrage wird seit Jahren mitgeschleppt, weil nie klar war, woran sich der richtige Zeitpunkt für den Wechsel eigentlich festmachen lässt.
Für wen ist dieser Artikel gedacht?
Die Umwandlungs-Prüfung in drei Schritten
1. Haftungsrisiko einschätzen
Wie viele Teams oder Kolonnen laufen gleichzeitig, und wie hoch ist das reale Risiko eines teuren Fehlers? Je mehr parallel läuft, desto stärker wiegt die Haftungsfrage.
2. Gewinnverwendung und Wachstumskurs klären
Soll der Gewinn überwiegend im Betrieb bleiben und reinvestiert werden, oder wird er größtenteils privat entnommen? Das verändert, wie stark sich eine GmbH steuerlich auszahlt.
3. Umwandlung anhand echter Zahlen durchrechnen
Erst mit den tatsächlichen Zahlen des Betriebs lässt sich seriös sagen, ob und wann sich der Wechsel lohnt. FYMA spricht keine Empfehlung aus, bevor diese Rechnung steht.